Milan Scheidegger

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Die komplexen Fragestellungen in der Debatte rund um Geist, Gehirn und Bewusstsein bedürfen eines theoretischen und konzeptuellen Bezugssystems, welches im Dialog steht mit dem wachsenden empirischen Wissen auf dem Gebiet der Neurowissenschaft. Die Entwicklung des Faches Psychiatrie als biopsychosozialer Disziplin im Spannungsfeld zwischen Psycho- und Neurodynamik kann entscheidend von einer intellektuellen Begleitung durch die Philosophie profitieren. Wegweisend sollte dabei eine Suche nach integrativen Denkmodellen jenseits von Einbahnstrassen des weltanschaulichen Dogmatismus sein.

Zukünftige Entwicklungen auf dem Gebiet der Psychiatrie und der philosophischen Debatte rund um Geist und Gehirn sollten also durch eine ausgewogene und integrative Berücksichtigung neurowissenschaftlicher, neuropsychiatrischer und neurophilosophischer Ansätze inspiriert werden.

Schliesslich beinhalten neue Erkenntnisse über die Verknüpfung mentaler und neuronaler Zustände tiefgreifende Implikationen für das Verständnis der menschlichen Natur und bilden einen idealen Nährboden für erkenntnistheoretische und ethische Reflexionen.

> Zentrum Geschichte des Wissens

philosophy

essays


2012





2011




2009


Von der Kunst der Wissenschaft „zu Menschen als Menschen zu reden und nicht, als ob sie Steine wären“

Paul Feyerabends Plädoyer für eine humanistische Epistemologie  > PDF 

Der menschliche Geist in einer natürlichen Welt

Versuch einer naturalistischen und lebensweltlichen Verortung  > PDF

Neuropsychoanalyse

Eine Reflexion über die epistemischen Bedingungen ihrer Sinnhaftigkeit  > PDF

Von der epistemischen Kraft ikonographischer Evidenzen:

Kognitive Bildgebung als Neophrenologie des Geistes?  > PDF

Willensfreiheit und Determinismus: Kognitive Dissonanzen zwischen verschiedenen epistemischen Perspektiven und ihre normativen Konsequenzen  > PDF

Die Evaluation des Guten

Im Wechselspiel zwischen Homöostase und Normativität  > PDF

Die Rationalität der Emotionen  > PDF