Bewusstseinserweiternde Substanzen als neue Möglichkeiten der Therapie

SGPP Kongress Bern 2019

Donnerstag, 5. September, 2019 |
Kursaal Bern

Der klinisch-experimentelle Einsatz psychoaktiver Substanzen zur Behandlung von Abhängigkeitserkrankungen, Stress- und Traumafolgestörungen sowie Angststörungen und Depressionen wird seit einigen Jahren wieder vermehrt wissenschaftlich untersucht.

Eine neue Wirkstoffklasse glutamaterger und serotonerger Substanzen wie Ketamin, Psilocybin, MDMA, LSD und Ayahuasca zeigen einen raschen Wirkungseintritt und nachhaltige Effekte im Rahmen von nur wenigen Verabreichungen. Dieser Behandlungsansatz beruht nicht auf einer längerdauernden pharmakologischen Substitution von Neurotransmittern, sondern zielt als transformationsorientiertes Paradigma auf die rasche Veränderung dysfunktionaler neuronaler Regelkreise ab.

In meinem Vortrag werde ich die adaptogene Wirkung psychedelischer Substanzen aus neurowissenschaftlicher Perspektive darstellen und diskutieren wie diese zur pharmakologischen Augmentation psychotherapeutischer Prozesse beitragen könnten.